Bericht im Ahlener Tageblatt

Zweiteilung der Welt in
Arm und Reich auch im Internet

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Ahlen (mts). "Im Kampf um den Rohstoff Information zieht die dritte Welt den Kürzeren", resümierte Dietmar Hecht. Im Rahmen der zurzeit stattfindenden Ahlener Medientage stellten der Politiklehrer und die Internet-AG des Gymnasiums St. Michael am Freitagvormittag einen ersten Zwischenbericht zu ihrem neuesten Schülerprojekt über Äthiopien vor.

"Kinder in einer Welt?" heißt das Internet-Projekt, mit dem sich die Klasse 6 b des Gymnasiums im Rahmen des Politikunterrichts an den Netdays-NRW beteiligt und per E-Mail mit Schülern aus Addis Adeba kommuniziert. Die Internet-AG sorgt unter anderem für die technische Umsetzung auf der Homepage.

E-Mail und Internet als Mittel der weltweiten Kommunikation zu nutzen, sei zweifellos faszinierend, "in der Realität erwiesen sich solche Visionen als reichlich naiv, betonte Hecht, der eine Zweiteilung der Welt in Arm und Reich auch im Internet feststellte.

Damit die E-Mails der Sechstklässler die Schüler in Addis Abeba erreichen, nähmen sie einen Umweg über den Pfarrer der dortigen Kreuzkirche, der einen der wenigen Internetanschlüsse Äthiopiens hat, erläuterte er die Schwierigkeiten. Allein die Kosten für eine E-Mail seien dort rund eine Mark hoch.

Die E-Mails, mit denen die 6 b die Schüler der German Church School in Addis Abeba kennen lernen wollen, kann man auf der Homepage des Projektes nachlesen. Auch die erste Antwort aus der äthiopischen Hauptstadt ist inzwischen angekommen.

Bis Ende des Monats wollen die Zwölftklässler aus der Internet-AG in ihrer Freizeit ihre Arbeit noch auf der Netdays-Homepage im sogenannten Internet-Tagebuch dokumentieren, um sich damit an dem anschließenden Wettbewerb zu beteiligen.