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"Religöse Geister ohne Religion"

Kloster Simbata
"Wir alle sind, Eliade an der Spitze, ehemalige Gläubige, wir sind alle religiöse Geister ohne Religion." (Cioran)
Mircea Eliade, einer der bedeutendsten Religionswissenschaftler dieses Jahrhunderts und enger Freund Ciorans, erinnert sich:
"Einige von uns waren beunruhigt von der Machtergreifung Hitlers. Meine Beunruhigung und Angst war nicht allein an solche politische Ereignisse gebunden. Ich spürte jetzt nicht mehr nur, daß unsere Zeit bemessen war, sondern, daß sie bald schrecklich - die Zeit des `Terrors der Geschichte´ - werden würde. Ich versuchte, mich durch eine paradoxe Umkehrung aller Werte zu schützen: ich akzeptierte das Sterben um mich herum, ich akzeptierte auch das zukünftige Sterben, das, wie ich wußte, noch kommen würde, als ein Syndrom der neuen Welt, die geboren werden mußte. Für mich persönlich bedeutete das in erster Linie, daß ich `mich beeilen mußte´, daß es höchste Zeit war zu sagen, was gesagt werden mußte, solange es mir noch gegeben war, zu sprechen."
(Erinnerungen 1907-1937, Frankfurt 1987, 385)
"Junge Wilde" in Hermannstadt:
Philosophisches zu Cioran, Eliade und Brukenthalern
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