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Canti
Canti zur Philosophie

Gelbe Linie

Ich lese keine Philosophie. Warum? Weil Philosophie dazu dient, eine bestimmte Denkweise zu ubermitteln. Wozu das? Ich meine, jeder muss sich eine eigene Meinung uber die Welt machen, also eine bestimmte Denkweise. Und diese Denkweise wird von der Gesellschaft in der man lebt, beeinflusst. Naturlich kann man Bucher lesen, damit man lernt wie andere gedacht haben. Man kann sich sagen : "Ja, der Mann hatte mit seinen Gedanken recht. Also werde ich auch so denken!" Oder man kann sagen : "Wieso denkt mein Freund so? Warum hat mein Freund das getan? Wieso liebt mich meine Freundin nicht mehr? usw." Das ist der Gegensatz zwischen der Bucherwelt und unsere gegenwartigen Welt. Die besten Erinerrungen sind die Erinnerungen unserer eigener Erlebnissen. Ich denke immer an meinen Kinder, ich weiss nicht wieso. Vielleicht liegt es an meinem Vater oder an meiner Mutter. Ich frage mich : Was kann ich meinen Kinder, wenn sie grosser werden, von meiner Kindheit erzahlen? Ich kann ihnen erzahlen, das ich der beste in der Schule war, das ich immer in der Bibliothek sass, das ich im Lernen gute Erfolge hatte. Und das wars. Oder ich kann ihnen uber meinen Freunden erzahlen. Was wir alles zusammen gemacht haben, was wir erlebt haben, das wir uns unter uns besser kannten, als uns unsere Eltern kannten, was fur Probleme wir hatten und wie wir sie zusammen gelost haben.

Und ich meine, auf das Problem der "rumanischen Langeweile" zuruckzukommen, dieses Problem haben die "echten" Rumanen nicht. Ich habe "echte" Rumanen gesagt, weil ich damit etwas anders verstehe. Ich verstehe darunter Menschen wie mein Vater, meine Mutter, meinen besten Freund, meine Freundin, und alle die, die ich mein Freunde nennen kann. Und mit Freunden kann man keine Langeweile finden. Man kann Spass haben, wo immer man ist. Mit Freunden neben sich, sieht man die Zukunft, vor der so viele Leute Angst haben, anders, man hat Mut sie zu bekampfen, koste es was es wolle. Unter Freunden wird man einen Wettkampf aufnehmen mussen, um etwas im Leben zu erreichen. Es ist aber ein "fairplay" Wettkampf, man ist nicht alleine, man wird nicht egoistisch, man erziehlt etwas, weil man es erziehlen mochte und weil man es braucht, nicht nur um anderen zu zeigen, das man gut sein kann. Sie sagen "transsilvanisch wildes Treiben". Das ist unsere Art, Spass zu haben. Ist das nicht erlaubt? Sie wurden sich aber wundern, wenn sie uber jeden von uns mehr kennen wurden. Es ist nicht nur was sie sehen, das wir trinken, rauchen, Nachts nicht schlafen und in Kneipen rumliegen. (Sie wurden sich aber wurden wie veiles wir noch machen und machen werden.) Es ist eine Art unter Freunden zu sein. Vor Jahren traf man sich hier auf dem Marktplatz um zu tanzen und Musik zu horen, weil es keine Kassetenrecorder gab. Nachts ging man schlafen, weil kein Strom war. Jetzt gibt es sie, die Zeiten haben sich geandert, auch die Lebensweise bzw. die Denkweise. Man muss das alles aus der Perspektive eines Jugendmitglied mitbekommen, Worter helfen da nicht sehr viel, genau wie die Philosophiebucher auch.

Ich weiss nicht ob sie mich verstehen, vielleicht verstehe ich es selber nicht, vielleicht ist es zu Spat in der Nacht. Das war nicht metaphorisch gesagt, sondern es ist 3.00 Uhr.
Alles Gute,

Cantemir Mihu

Gelbe Linie

"Discipulus philosophicus Cibinensis Dionysi"

Durchs transsilvanisch-westfälische Labyrinth des Dionysos Westfalen berichten aus Transsilvanien Transsilvanische Berichte aus Westfalen eMail aus Sibiu/Ahlen: Einleitung Interaktion