From: St. Michael [gsanktmich@freenet.de] Sent: Friday, December 06, 2002 5:05 PM To: sstawski@honestly-concerned.org Cc: johannes.platz@uni-trier.de Subject: Fw: Projekt Sehr geehrte Herren! Die Mail an Frau Frenk gebe ich Ihnen zur Kenntnis. Ich kann nur noch einmal das wiederholen, was ich an Frau Frenk bereits auch geschrieben habe: Was Sie da aufrichten wollen, nämlich Denkverbote via inquisitorische Medienaktionen, wird ein Schuss sein, der mit Sicherheit nach hinten losgeht. Ich habe mir die Webseite der Ziele von honestly-concerned.org angesehen, und ich muß schon sagen: Hut ab! Es ist doch höchst beeindruckend, wenn Menschen zu wissen meinen, wo die Wahrheit ist: Du bist antisemitisch, du bist antijüdisch, du bist israelfeindlich! Über die Inhalte entscheiden natürlich wir. Haben sich diese selbsternannten Richter über den Rest der Welt schon einmal überlegt, was sie mit dieser Überheblichkeit anrichten? Aber es ist natürlich immer gut, wenn man zu wissen meint, wo "das Böse" sitzt. Das macht so wohlig sicher. Ich werde Ihre Mails im Internet mit einer entsprechenden Presseankündigung öffentlich machen. Spätestens wird das Anfang März im Rahmen der Ahlener "Woche der Brüderlichkeit" geschehen, die ich maßgeblich mit zu verantworten habe. www.ahlen.de/kultur/bruederlichkeit Ich denke, so richten Sie sich selbst. im Rahmen dieser Veranstaltungen ist ohnehin ein Abend zum Thema geplant: Israel, Palästina und die Deutschen. Ich würde Ihnen den Rat geben: Ehe sie ohne Kontaktaufnahme öffentlich über andere Menschen herziehen, sprechen Sie mit ihnen und informieren sie sich vor allem über den Hintergrund dessen, was Sie so sträflich aus dem Zusamenhang reissen. Wenn Sie dann immer noch "honestly concerned" sind, bitte... Was Sie hier als "honestly" verkaufen, tötet jeden Keim einer geschwisterlichen Begegnung und ist in diesem Sinne alles, nur nicht ehrenhaft. Wir werden aber die Arbeit, die wir seit nun mehr als zehn Jahren im Rahmen jüdisch-christlicher Begegnung leisten, von Ihnen ganz sicher nicht zerstören lassen. Offensichtlich haben Sie sich auch nicht im Ansatz die Mühe gemacht, sich einmal mit Inhalten der von Ihnen pauschal angeprangerten Websites zu befassen. Aber die passen dann natürlich nicht in Ihr vorgefasstes Bild israelfeindlicher Araberfreunde. Deshalb der kleine Hinweis von mir: www.ahlen.de/medien/netzdersteine/reaktionen/fehr.html Hochachtungsvoll! Dietmar Hecht